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13.05.2005

Gustav Peter Wöhler: "Männer müssen stark sein - die gehen nicht zum Arzt und schon gar nicht zur Vorsorge!"

Der Hamburger Schauspieler und Kultmusiker über Männergesundheit und seine neuen Pläne

Gustav Peter Wöhler

Warum kümmern sich Männer mehr um ihr Auto als um ihre Gesundheit? Gustav Peter Wöhler kann das spontan erklären. „Männer müssen stark sein. Sie dürfen nicht krank sein oder sich um ihre Wehwehchen kümmern – schon gar nicht, wenn die noch nicht einmal da sind. Also gehen sie nicht zum Arzt und schon gar nicht zur Vorsorge!“, sagt er im Gespräch mit der DGU-Pressestelle.

Für alle besorgten Wöhler-Fans: Der Schauspieler mit der legendären Bühnenpräsenz, zahlreichen TV-Auftritten in „Tatort“ oder „Polizeiruf 110“ und Musiker, der beim Rock ‚n’ Roll stets alles gibt, plant nicht, die „Praxis Bülowbogen“ zu übernehmen. Aber er unterstützt Deutschlands Urologen in ihrer Absicht, die Männer sensibler im Umgang mit ihrer Gesundheit zu machen, gab gern ein Interview zum brisanten Thema. Denn in der Tat scheut das starke Geschlecht den Gang zum Arzt und nur jeder Fünfte nutzt die Möglichkeit von Krebsvorsorgeuntersuchungen.

Bei Gustav Peter Wöhler ist das anders. Seine Kindheit hat den bekennenden Christen geprägt: Die Mutter starb, als er acht war, der Vater als er 14 Jahre alt war. „Meine Mutter hatte Krebs, mein Vater Leberzirrhose. Ich habe Krankheit und Tod ganz früh als Kind erlebt und hatte immer Wahnsinnspanik, dass ich auch schwer erkranke. Aber irgendwann habe ich mich davon befreien können.“ Geblieben ist der verantwortungsvolle Umgang mit der eigenen Gesundheit. „Aufgrund meiner Hepatitis B-Erkrankung lasse ich mich alle sechs Monate checken. Gerade vor einem Vierteljahr habe ich mich total untersuchen lassen und kenne jetzt sogar meinen PSA-Wert.“

Wie kann man Männer motivieren? „Durch Aufklärung!“, meint der 49-Jährige. „In dem Sinne, dass man genau erklärt, so und so ist der Vorgang bei der Krebsvorsorge für Männer.“ Von alleine jedenfalls rede man unter Männern nicht über Vorsorge oder mögliche Krankheit, weiß Wöhler aus eigener Erfahrung.

Auch er will sich nicht unnötig sorgen. „Einmal im Jahr zur Vorsorge und ansonsten das Leben genießen, die Sonne, die Alster und die Menschen um mich herum!“, sagt der Wahl-Hamburger, der derzeit weitere Folge für die TV-Serie „SK-Kölsch“ dreht und an einem neuen Programm für die „Gustav Peter Wöhler Band“ arbeitet. „Nicht auszuschließen, dass auch ein Urologen-Vorsorge-Song dabei ist.“ Seine Augen leuchten vielsagend hinter den Brillengläsern. Schließlich sei man den Herren ja seit einem Band-Auftritt vor drei Jahren beim Hamburger Urologen-Kongress innig verbunden. Keine Frage, Mann freut sich auf den Song und mehr Gigs von Wöhlers Kultband!